"Das Lachen ist ein Affekt aus der plötzlichen Verwandlung einer gespannten Erwartung in nichts," heißt es in Immanuel Kants Kritik der Urteilskraft. Es kann dann nicht verwundern, dass insbesondere die Romantik nicht nur zur Ironie, sondern auch zum Witz, zur gelungen gefundenen Pointe, eine besondere Beziehung pflegt. Wir diskutieren im Seminar einige Grundlagentexte und legen dabei besonderen Wert auf die eigentümlich Kombination von Affekt, Sprache und Denken, die im Humor schon deswegen eine Rolle spielt, weil er "mit Leib und Seele" verstanden werden will. Darüber hinaus fragen wir nach sozialen Bereichen, in denen mehr (Hospiz) oder auch weniger (Kirche) gelacht wird als andernorts. 

Literatur zur Einführung: Jean Paul, Vorschule der Ästhetik (1804), Hamburg: Meiner, 1990, insbes. §§ 26–43.